So generiert man Leads mit einem virtuellen Messestand

Ein virtueller Messestand ist beispielsweise eine Kopie von einem realen Objekt in die digitale Welt übertragen. In der Industrie, Maschinenbau, Medizintechnik usw. ist es selbstverständlich, von Beginn der Entwicklung, des später materiellen Objektes, genau diesen digital Twin parallel einzusetzen. Den Nutzen und die Möglichkeiten bei einem Digitalen, virtuellen Messestand erfahren Sie folgend.

Vorbereitung Messebeteiligung

Die grundsätzliche Herausforderung bei einem nationalen oder internationalen Messeauftritt startet für einen Aussteller schon bei der Auswahl der richtigen Messe in welchen Ländern. Wer kann seine Produkte, Dienstleistungen und Services benötigen, wo findet man den besten Kontakt zur Zielgruppe? Trete ich mit einem eigenen Messestand an oder in einer Kooperation mit einem Verband oder Geschäftspartner? Die Teams von Marketing, Vertrieb, Produkt- und Business Development, Messe – und Eventmanagement sind aufgefordert, die richtigen Präsentations-Plattformen zu finden um dann gemeinsam mit einem erfahrenen Messebauunternehmen ein schlüssiges Erfolgs-Konzept zu erstellen. Hierbei geht es nicht nur um die Live-Kommunikation durch Messeauftritte auf Leitmessen mit größeren Messeständen, sondern auch darum, welche Kongresse, Events, Promotions, Road-Shows, Hausmessen, Tech-days, POP-UP Aktivitäten kann man ergänzend zur erfolgreichen Vermarktung „bespielen“.

Der Ressourcen – Aufwand
Global agierende Unternehmen und Organisationen haben die oben genannten Teams sehr oft dezentral organisiert. Alleine schon alle projektbezogen unter einen „Hut“ zu bekommen, ist durch die Zeitverschiebungen immer wieder eine Herausforderung, auch wenn es zum Glück die entsprechenden digitalen Konferenz-Kommunikationsmittel für Webkonferenzen gibt.

Bei einem professionellen Messeauftritt handelt es sich ja bekannterweise um ein temporäres Projekt, bei dem je nach Größe und „EVENTTECHNISIERUNG“ alle Gewerke, wie beim Bau einer IMMOBILIE zum Einsatz kommen. Auch die Vorgehensweise ähnelt sich nahezu 100%, Bauherr*in, Platzauswahl, Finanzierung, Design, Architekt*in, Innenarchitekt*in, Statiker*in, Elektrik, Wasser, Ausstattung, Einrichtung, Catering, Reinigung usw. Nur die Planung und die Umsetzung soll interessanterweise manchmal in einem Drittel der Zeit realisiert werden.

Wer es nicht kennt, glaubt nicht, welche Profis zum Einsatz kommen, um solche Messeprojekte zu stemmen. Es ist ein bisschen Hollywood – das Resultat kann jeder sehen, den Aufwand dahinter nicht. Die Begeisterung des Publikums bestimmt den Erfolg! Speziell der Vertrieb sowie das Marketing stehen trotz automatisierten Marketingkampagnen sowie digitalen Leaderfassungen immer wieder vor großen Herausforderungen, diese Vertriebskanäle erfolgreich zu nutzen.

Es lebe die HYBRID-MESSE!
Welche Vorteile hat ein digitaler Zwilling als virtueller Messestand? 

Grundsätzlich geht es bei einem Messeauftritt ja auch darum, dass der Kunde im Mittelpunkt steht. Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht umgekehrt. Wenn einem das gelingt, dann ist die Aufmerksamkeit schon mal geweckt und dem nächsten Schritt zur persönlichen Face-To- Face Kommunikation steht nichts mehr im Wege. Trotz Digitalisierung ist das einer der meist genannten Gründe, warum Messen persönlich besucht werden. Es geht um den Menschen, den Austausch, die Haptik, das Infotainment, das Erlebnis, das Ausprobieren, das Neue, die Erfahrung – LIVE-Kommunikation auf Augenhöhe eben. Das sind nach wie vor menschliche Wünsche und Bedürfnisse.

Natürlich kann im Zeitalter der Digitalisierung nahezu alles Materialistische entmaterialisiert werden, außer der Mensch; ok im Raumschiff Enterprise hat es schon funktioniert. Scotty beamen bitte. Auch hier dran wird bereits geforscht, da können Sie sich sicher sein.

Bei einem Messeauftritt sollte man in Zukunft zweigleisig fahren.

Zur Erstellung eines digitalen Messestand-Zwilling ist die Technik und das Knowhow bereits verfügbar. Die kompletten Projektarbeiten sowie die Designs-Konzepte zum Messestand werden mittlerweile sowieso digital erstellt, von der Strichzeichnung ging es in die CAD-Realisierung 2-D, 3-D und in Zukunft immer mehr in das Video- bzw. Filmformat. Wir können jetzt bereits mit diversen Virtual & Augmented Reality Tools, Brillen, Apps usw. das digitale Erlebnis im virtuellen Raum erfahren und uns sogar mit einbringen.

Mittlerweile gibt es immer mehr digitale Veranstaltungsformate und Messeplattformen, bei denen man als Aussteller sowie als Besucher teilnehmen kann. Eine hohe Akzeptanz ist bereits bei den Ausbildungsmessen und Karriere Messen, da die Zielgruppe meistens eine extrem starke digitale Affinität hat. Auf dem digitalem Messestand-Zwilling können Sie als Aussteller vorab selbst Erfahrung sammeln, wie dieser wirkt – Optimierungen für den echten Stand vornehmen, digitale Wegleitsysteme installieren, Terminvereinbarungen organisieren, Meetingräume mit Chatmöglichkeiten einrichten, Produktpräsentationen durchführen, Videos am „Messestand“ zeigen, Expertengespräche per Chat einrichten, Vorträge abspielen. Der Besucher kann sich vorab oder nach der Messe weiter informieren. Sie bestimmen welche Bereiche er schon vor dem Live-Event besuchen darf, welche nur auf dem „echten Messestand“ und welche als Ergänzung, nach der Messe frei gegeben werden. Der Kunde bzw. Messebesucher steht damit so richtig im Mittelpunkt und hat die Wahl, die PLAY-Taste zu drücken und /oder auf die Reise gehen, um noch mehr zu e r l e b e n.

Handlungsempfehlung 

Befassen Sie sich mit dem Thema bevor es Mainstream wird. Der Vorsprung bringt Ihnen mit Sicherheit ein Image als innovationsfreundlich und ergänzend mehr Besucher auf Ihren nun zwei Messeständen. Ein klassischer Messestand hat temporär geöffnet (wenn das wieder möglich ist) und lebt auch von den Mitausstellern, die Kommunikation findet auf persönlicher Ebene und auf Augenhöhe statt, es „menschelt“ weiterhin.

Der VIRTUELLE – MESSESTAND hat 365 Tage, 24 Stunden, grenzenlos geöffnet und kann immer besucht werden. Mit der richtigen Marketing-Strategie und den entsprechenden Aktivitäten im Netz, werden Sie Besucher aus Ländern erhalten, die möglicherweise zum Zeitpunkt der normalen Messe verhindert waren oder aus Märkten und Regionen, die Sie noch gar nicht auf dem Radar hatten. Sie können natürlich auch hier das Besucherverhalten entsprechend tracken und die Leads für den Außendienst und das Marketing zur Weiterbearbeitung generieren und in der Customer Journey beobachten. Wenn Sie wollen, aktualisieren Sie unterjährig und laden alle aus Ihrer Datenbank zu einem digitalen Messebesuch ein, bevor Sie dann wieder zu einem echten Messe-Event mit einem persönlichen Gespräch, Kaffee, Snack und Neuheiten-Infotainment einladen.

Als Vollblut-Vertriebler und Vermarkter habe ich einige hundert analoge Messestände in den Markt gebracht. Als Aussteller die Plattform Messe zur Geschäftsanbahnung international genutzt. Als verantwortlicher Messestandchef meine Teams trainiert und ausgebildet und mir sehr gerne den inspirierenden Messewind um die Nase wehen lassen. Ab Februar 2020 war ich als wichtiger Impulsgeber für virtuelle Messestände, bei einem führenden Messebauunternehmen projektweise tätig. Wir konnten damit erfolgreich einen Wettbewerbsvorsprung in der Branche einleiten und auch Kunden diese Leistung anbieten. Die „Event Digitalisierung“ wird immer weiter verbessert und die Akzeptanz wächst. Leider ist bekannterweise seit Anfang März 2020, das analoge Messeformat fast nicht mehr ausführbar gewesen. Die Wirtschaft braucht jedoch Vertrieb, aus diesem Grund kommt man um die virtuellen Veranstaltungen als Leadgenerator und zur Geschäftsanbahnung nicht herum. Nutzen auch Sie diese vertrieblichen Möglichkeiten! Für Fragen nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf. Ich freue mich.